Eigentlich wundert sich hier kaum noch einer über irgendwas, manchmal jedoch kann man einfach nicht anders.
Wer hier regelmäßig mitliest, ahnt schon was jetzt kommt – FVG-Bashing, Folge was weiß ich. Es war ja eigentlich relativ lange Sommerloch – ruhig um unsere heißgeliebte FVG, das letzte was man so hörte, waren moderatere Töne zum Thema Veranstaltungen, Events oder wie man das in Insiderkreisen nennt. Es sollten mal wieder Zugpferde in der chronisch zuschußbedürftigten Arena antreten…hat man so gehört.
Das war ja fast wie in der Vorweihnachtszeit, gespanntes Warten, Vorfreude und dann das: Mit stolzgeschwellter Brust verkündet uns Frau Kühne das große Highlight.
Neben dem Festival der Brechmusik mit dem blonden Barden Florian S., dank dem Riesa ja schon zur Schunkelstadt (neuer Beiname, anstelle Sportstadt durchaus gebrauchsfähig) verkommen ist, darf sich die Jugend der Stadt schonmal auf den Musikantenstadl mit Andy Borg freuen. Endlich mal was los hier, nich immer nur was für Rentner…
Ich will garnich wissen, was die Scheiße wieder kostet – ganz zu schweigen vom Anspruch als “Eventstadt”. Ist der Ruf erst ruiniert, wir wissen ja wie’s weitergeht.
Das es andere Event-GmbH’s auch nicht besser können, sieht man ja bald auch im TV, auf Pro7 in der “Wir wissen was, was Ihr nicht wissen wollt” Sendung “Taff” – genau, der frisch eröffnete “Club N°1″ wurde mal eben gerettet und startet nach immerhin sieben Monaten einen Relaunch. Und was für einen. Wie so eine Rettung funktioniert, gabs ja schon zu sehen, wie sie genau funktioniert, kann man in aller Ruhe HIER und HIER nachlesen. Zumindest die Brieftasche des “Retters” ist gerettet, das war ja auch das Ziel vons ganze.
Auf jeden Fall wird die Relaunch-Party groß gefeiert, wie es sich gehört mit gaaanz viiiel Prominenz. Das es dabei mal wieder nur für Klasse-C Prominente gereicht hat, ist in der Eventstadt ja prinzipiell normal, aber muss es unbedingt Herr Sara Connor Marc Terenzi sein? Hat der nicht noch irgendwo ‘ne Tanke oder ein Möbelhaus zu eröffnen? Der Frank Schöbel Verschnitt aus Übersee hat ja sozusagen auch eine Karriere mit Tiefgang hinter sich…oder vor sich, oder beides.
Immerhin, drei Grazien dürfen das Budget auch noch mit verkleinern, Vizemiss Deutschland, Miss Niedersachsen und Miss Norddeutschland (jetzt müsste hier eigentlich eine Kunstpause hin, aber wie schreiben?). Die Mädels können ja nix dafür, Vertrag ist halt Vertrag.
Vielleicht hätte ja anderes mehr geholfen, als sich in dieser unsäglichen Reality-TV Drecksch**** total zum Vollpfosten degradieren zu lassen: ‘ne zweite Kasse an der Bar, (echte) Freundlichkeit, vielleicht nicht von vornherein mindestens 50% der potentiellen Gäste auszuschliessen, ein vernünftiges Image aufzubauen, sich an Absprachen zu halten, zu seinem Wort zu stehen UND: vielleicht nicht ganz so auf die K**** zu hauen.
Naja, sollte eigentlich für einen Gastronomen selbstverständlich sein, ansonsten folgen den sicher nicht billigen drei Missen recht schnell noch ein paar andere: Miss Lungen, Miss Raten, Miss Wirtschaft und schließlich Miss Erfolg.
In diesem Sinne, Prost!


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