…und das in so ziemlich jeder Hinsicht. Zum Einen meine ich natürlich das dieses Wetter Klima, bei dem ich momentan nicht weiß, mit wievielen Pullovern, Pullundern, Jacken und Mützen ich mich vor übermäßiger globaler Erwärmung schützen soll, zum Anderen gibt’s auch dieses Jahr ein -> Stadtfest! Hurra!
Falls Ihr Euch jetzt fragt, was denn das Eine mit dem Anderen – ganz einfach: Übermorgen. Ja, übermorgen sollen sich die Temperaturen in unseren Breitengraden langsam normalisieren, meint ZDF-Wetterexperte Ben Wettervogel (ARD-Kollege Kachelmann ist ja grade verhindert…tss, tss, tsss), pünktlich zum Eröffnungsplädoyer des Stadt-Bahn-Festes (so heißt’s richtig) durch unsere geschätzte Frau Oberbürgermeisterin. Wenn das mal nix zu bedeuten hat.
Nach der grandiosen Riesen-Pleite im letzten Jahr sollte es den Verantwortlichen ja auch eigentlich eine Frage der Ehre sein, diesen Reinfall vergessen zu machen. Das, was man so liest, klingt auch recht vielversprechend – das muß man erstmal zugeben.
Hier ein paar Tips von mir:
- das Bühnenprogramm am Rathausplatz Freitagabend scheint recht lecker zu werden, für die Freunde der gepflegten Popmusik gehts ab 20:45 mit “Kensington Road” los, mein persönlicher Favorit des (musikalischen) Wochenendes steht ab ca. 22:45 mit “Maila” auf den gleichen Brettern.
- Die “Nacht des deutschen Schlägers” am Samstag in Margenbergs Innenhof klemm ich mir lieber, davor hab ich echt Angst, 19:00 (ooch, schon wieder, gähn) RiePlay auf dem Rathausplatz lass ich auch mal lieber weg, dann doch eher “Tropical Hill” 20:00 am Technikum. Hab zwar keine Ahnung, wer das ist und was die machen, schlimmer als die anderen beiden Alternativen wird’s schon nicht sein.
- Sonntag dann natürlich ab 18:00 auf dem Rathausplatz mit den HEMP’s inklusive Berufsmusiker & Entertainer P.Kette-Kettner – ein geschmeidiger Ausklang wie ich finde.
Auf jeden Fall Pflicht sollte das dreitägige russische Erlebnisgastronomie-Roulette sein, da kann man sich so richtig schön ein paar zusätzliche Körperwärmer anfuttern, damit bei der nächsten Klimaerwärmungs-Kaltzeit ein paar Pullöverchen im Schrank bleiben können. Womit der Kreis sich wieder schließt.
Gibt’s sonst noch neues in R-Town an der Elbe? Ja, immer doch.
So hat man kürzlich festgestellt, daß Merzdorf jünger werden soll. Ja. Aber wie, verdammt? Der Altersschnitt in Merzdorf soll so um die 60 Jahre betragen, schreibt heute die “Sächsische Zeitung”. Das sind ca. 13 Jahre mehr als im gesamten Stadtgebiet. Da hat man sicherlich das Alter des Straßenbelages der Allee- und der Merzdorfer Straße hinzugezählt, ebenso den Zeitpunkt der letzten Renovierungsarbeiten an der Merzdorfer Mittelschule.
Falls nicht, gibt’s ein Problem. Altersschnitt senken heißt ja nichts anderes als mehr Junge rein als (Achtung, böse!!!) Alte raus. Doch woher die Jungen nehmen? Junge Leute haben ein etwas anderes Anforderungsprofil an die Wohngegend als Ältere . Ist halt so. Beispiel gefällig?
Mein Fußweg zur nächstgelegenen Faßbierausgabestelle beträgt 3,4 km. Will ich mit meinem Sprößling Eis essen gehen (haha), hab ich die Wahl: 5 km nach Strehla oder 5 km zur Hauptstrasse. Spielplätze? Was’n das? Bolzplätze??? Es gibt nichts, einfach garnichts außer etwas mehr Grün als in der Innenstadt, das diese Gegend anziehend macht – auch nicht per Verordnung.
Auch zu unserer geliebten FVG gibt’s (nichts) neues. Außer ein schönes Fundstück für alle die meinen, unser FVG-Bashing sei völlig unangebracht, mit Köhler war alles besser und es gehe nichts über sonderbare Randgruppen-Sport-Spitzenevents mit Volksmusikunterstützung:
Ein zwar schon etwas älterer, aber nichts desto trotz extremst lesenswerter Artikel, zu finden hier:
http://www.neuland.brandeins.de/magazin/aktuelle-ausgabe/artikel/riesig-klein.html
Wem das noch nicht reicht, und/ oder wer mehr über unsere “Kuhbläke” in Mittelsachsens tiefster Provinz erfahren mag, dem lege ich dieses Blog hier wärmstens ans Herz – so schön hat noch keiner über das hier geschrieben…


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