…in Riesa.
Da sitzt man so vor dem Rechner, lässt das Wochenende noch einmal Revue passieren und fragt sich, warum man diese (zugegebenermassen etwas ältere) Meldung nicht schon eher gelesen hatte.
Schließlich hatten wir bei unserer Livesendung am Samstag Abend irgendwie das Problem, eher wenig neues oder zumindest kontroverses über diese Stadt berichten zu können.
Dann heute das:
In der Tagesspiegel-Ausgabe vom 08.10.2009 kam man nicht an einem ganzseitigen Artikel über Riesa vorbei. Riesa in der bundesweiten Presse? Das hatten wir zuletzt, als sich unser EX-OB mit der Olympia-Bewerbung geringfügig zum Obst gemacht hatte. Gut, da konnte man schon leise vor sich hinlächeln, bei diesem Artikel hier blieb mir das Lachen allerdings im Halse stecken.
Es geht, wie so oft in den Nachwende-Jahren um Rechtextremismus in dieser Stadt – und um den Umgang damit. Es ist schon beschämend zu lesen, wie dieses latente Problem hier in altbekannter Manier totgeschwiegen wird. Das kenne ich aus persönlicher Erfahrung bereits seit den frühen neunziger Jahren, als sich der Rechtsextremismus hier noch so offen militant darstellte, dass die SOKO “Rex” regelmäßiger Gast in den hiesigen Gefilden war.
Auf dem rechten Auge blind war damals gang und gäbe, leider, leider ist das auch heute noch so. Einziger Unterschied: Die B-Jacke und die Stiefel hängen jetzt am Haken, Maßanzug und handgenähte Lederschuhe als neue Uniform, die Demagogie ist die gleiche geblieben – ja, Kleider machen Leute. Traurig, aber wahr.
Hier noch einmal der Link:
http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/rechtsextremismus/NPD-Riesa%3Bart2647,2918091
Das es auch anders geht, könnt Ihr hier nachlesen


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