Gestern abend war es endlich soweit, die von den Mitgliedern so heiß ersehnte Mitgliederversammlung des TSV Stahl Stahl Riesa sollte die Weichen für die nächste Saison stellen. Das es hoch hergehen würde, war ja zu erwarten, was dann aber ablief – damit hatten wohl die wenigsten gerechnet.
Irgendwie scheint im Vorstand die Meinung zu herrschen, der TSV sei eine Art Staat für sich, frei nach dem Motto “Wir entscheiden – fresst es oder lasst es bleiben”. Diktatur in Reinkultur.
Was war passiert? Kurz nach der (verspäteten ) Eröffnung der MV wurden vom Präsidenten unter mehrfachem Verweis auf seine “Sonderfunktion” als Versammlungsleiter zwei Anträge eingebracht. Das solche Änderungen der Tagesordnung in der MV durch die Mehrheit der Mitglieder zugelassen werden müssen, interessierte dabei herzlich wenig – schon da war klar, wie diese MV weiterlaufen würde.
Über die Inhalte der gesamten MV will ich mich nicht weiter auslassen, den Ticker hierzu findet Ihr HIER, ich frage mich nur, wie kann sowas gehen?
In Deutschland in seinem gesamtbürokratischen Dasein gibt es ein Vereinsrecht, in dem bis ins kleinste Detail die Regelungen zum Vereinsleben niedergeschrieben sind. Da wird festgelegt, wie ein Mitgliedervarsammlung abzulaufen hat, wie mit Anträgen zu verfahren ist, welche Rechte ein Präsidium hat – und welche die Mitglieder, was bei nicht satzungsgemäßer Arbeit zu geschehen hat und so weiter und so fort.
- Mit welchem Recht wird eineMitgliederversammlung vorzeitig beendet?
- Mit welchem Recht werden seitens der Vereinsführung Anträge eingebracht, aber nicht zur Abstimmung freigegeben?
- Mit welchem Recht wird einzelnen Mitgliedern das Rederecht entzogen?
- Warum werden Anfragen zu den Tagungsordnungspunkten nicht zugelassen, sondern auf den Punkt Diskussion verwiesen?
- Warum enthält der (finanzielle) Rechenschaftsbericht zwar die Einnahmen bis ins Detail, jedoch kaum Angaben zu den Ausgaben?
- Wieso eigentlich gibt es im Verein keine Kassenprüfer? Das hab ich ja noch nie erlebt!!!
- Warum wird der “Manager” eigentlich aus Vereinsgeldern bezahlt? Und wie hoch ist dieser Posten in den Personalkosten von 53.572 Euronen?
- Warum wurde der Koop-Vertrag mit dem SC erst 2011 gekündigt, wo doch schon wesentlich eher bekannt war, dass der SC Riesa diesen nichtmal im Ansatz einzuhalten in der Lage war? Ignoranz? Unwissenheit? Unfähigkeit?
Ich frage mich ernsthaft, für welche Tradition des “T” im Tsv steht, welche Tradition die Vereinsführung hochzuhalten gedenkt: Ist es die des RSV, die der BSG oder – und das scheint momentan zumindest am wahrscheinlichsten – die Tradition der Bischoff’schen Vereinsführung?
Jetzt denken wir ALLE in Ruhe nach, warten auf den Termin der angekündigten außerordentlichen MV, harren der Tagesordnungspunkte und werden sehen, welche Anträge gestellt werden müssen.
Scheißabend.






Wir waren ja lange nicht in irgendwelchen auswärtigen Lokalitäten zu Gast, so konnten wir es uns nicht nehmen lassen, der Einladung zu nebenstehender musikalischen Veranstaltung zu folgen.
Bumms, aus die Maus, das ging ja wirklich schnell. Reichlich ein halbes Jahr hats gedauert vom Einfliegen des selbsternannten “Clubretters” (Sommer 2010) über die Ausstrahlung der fünf Folgen (November 2010) bis zum (vorläufigen?) Aus des R1 (Januar 2011).
